Hochleistungs-Flüssigkeitsverteiler aus Metall und Kunststoff
Hochleistungs-Flüssigkeitsverteiler werden auf den individuellen Anwendungsfall hin ausgelegt. Sie gewährleisten eine optimierte Flüssigkeitsverteilung auch unter kritischen Betriebsbedingungen und damit eine bestmögliche Trennwirkung des Füllkörper- oder Packungsbettes. Infolge der aufwendigeren Konstruktionsarbeiten verursachen sie höhere Kosten und längere Lieferzeiten. Ihr Einsatz ist sowohl unter Standardbedingungen (2 bis 80 m3/m2/h) als auch bei sehr kleinen (0,025 bis 2 m3/m2/h) und sehr großen Flüssigkeitsbelastungen (über 80 bis 300 m3/m2/h) möglich.
Definition eines Hochleistungs-Flüssigkeitsverteiler
Ein Hochleistungsflüssigkeitsverteiler gewährleistet eine weitgehend homogene Flüssigkeitsverteilung über dem Kolonnenquerschnitt. Die Verteilungsqualität von Flüssigkeitsverteilern kann auf einem eigens dafür konstruierten Versuchsstand untersucht werden. Hochleistungsflüssigkeitsverteiler zeichnen sich dadurch aus, dass die Abweichung in den Volumenströmen aus den Auslassöffnungen minimal ist. Diese Grenze gilt für den gesamten Belastungsbereich eines Verteilers.
Die Anzahl an Verteilerstellen pro m2 Kolonnenquerschnittsfläche wird dem verwendeten Füllkörpertyp oder der Packung angepasst. Je größer die geometrische Oberfläche eines Füllkörper- oder Packungsbettes ist, desto mehr Abtropfstellen werden realisiert. So können z.B. bei strukturierten Packungen mit einer geometrischen Oberfläche von 250 m2/m3 über 200 Abtropfstellen pro m2 Kolonnenquerschnittsfläche realisiert werden.
Darüber hinaus gewährleistet ein Hochleistungsflüssigkeitsverteiler ein Minimum an Tropfenmitriß, indem z.B. Ablaufröhrchen die Flüssigkeit unmittelbar auf das Füllkörper- oder Packungsbett leiten. Dadurch liegen die Flüssigkeitsaustrittsöffnungen weit entfernt von den engen Strömungsquerschnitten zwischen den Verteilerrinnen, in denen hohe Strömungsgeschwindigkeiten des Gas- oder Dampfstromes einen Flüssigkeitsmitriß begünstigen. Darüber hinaus erfolgt die Flüssigkeitsaufgabe entfernt von den Bereichen hoher Einlaufturbulenz des Gasstromes in den engen Kaminzwischenräumen, welche nicht selten eine unregelmäßige Flüssigkeitsverwirbelung verursachen.
Durch eine optimierte Konstruktion kann insbesondere auf Verstopfungsprobleme eingegangen werden.
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