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Chemie Kunststoffe Raschig Ringe Straße
09.01.2008

Raschig hält Gewinn und Stellenzahl stabil

Spezialchemiekonzern stärkt weiter Standort Ludwigshafen -380 Beschäftigte im Stammwerk 

„Trotz der gestiegenen Kosten für Energie, Rohstoffe und Personal und trotz des Wertverfalls des Dollar, der bei uns mit rund einer halben Million Euro negativ zu Buche schlägt, werden wir das Ergebnis halten können", unterstrich Diehlmann. Das Jahr 2006 hatte die Raschig GmbH mit einem Vorsteuergewinn in Höhe von 1,2 Millionen Euro abgeschlossen. Der seit Juli amtierende Raschig-Chef hob außerdem hervor, dass alle vier Sparten -Chemie, Kunststoffe, Füllkörper („Raschig-Ringe") und Straße (Bitumen) -ein positives Ergebnis erzielen werden.

Die stabile Ertragslage sei vorwiegend der über einen erhöhten Mengenabsatz gelungenen Umsatzsteigerung auf rund 110 (Vorjahr: 104) Millionen Euro zu verdanken, ergänzte der neue Finanzchef Ralph von Rettberg. Der 39-jährige Südpfälzer, seit 2000 bei Raschig, hat im Sommer die kaufmännische Leitung von Diehlmann übernommen, nachdem dieser im Juli die Nachfolge von Martin Wassermann im Vorsitz der Geschäftsführung der GmbH angetreten hatte. Wassermann berät nun als Direktor der European PMC Holding den Eigentümer des US-Konzerns, Philip E. Kamins.

Im kommenden Geschäftsjahr 2008 soll der Konzernumsatz nach den bisherigen Planungen des Managements auf 120 Millionen Euro steigen. Darin werden erstmals auch die Umsatzbeiträge der beiden Neuerwerbungen enthalten sein. Das Geschäft mit phenolischen Antioxidantien, die in der Latex-, Gummi-und Kunststoffindustrie sowie in der Textil-und Lederverarbeitung verwendet werden, hat Raschig von der spanischen Firma Oxiris Chemicals, Sant Celoni, zurückgekauft. Den Geschäftsbereich hatte der Ludwigshafener Konzern vor fünf Jahren an die damalige Degussa AG verkauft, die Produktion aber in Ludwigshafen über Lohnverarbeitungsverträge (Laufzeit bis 2012) weitergeführt. Der Finanzinvestor Arques hat den Geschäftsbereich vor einigen Monaten übernommen, seitdem firmiert er als Oxiris. Die Produktion mit 25 Beschäftigten läuft weiter in Ludwigshafen, für die weltweite Vermarktung übernimmt Raschig zwei Vertriebsfachleute von Oxiris.

Ebenfalls im Ludwigshafener Werk wird ab Januar ein profitables Spezialprodukt hergestellt, das Raschig von der schwedischen Firma LL Galvano in Helsingborg gekauft hat. Der Kaufpreis für beide Geschäfte lag laut Diehlmann „im unteren sechsstelligen Bereich".

Ein wesentlicher Teil der Strategie zur Standortstärkung ist der Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten für Galvano-Chemikalien sowie für Spezialkunststoffe (wir berichteten am 15. März). „Die Arbeiten liegen im Zeitplan, im nächsten Jahr werden die Anlagen in Betrieb gehen", sagte Diehlmann. Das Investitionsbudget, das in diesem Jahr rund 4 Millionen Euro umfasste, wird im nächsten Jahr auf 5 Millionen Euro ausgedehnt. „Damit übersteigt es, anders als 2007, die Summe der Abschreibungen", betonte Finanzchef von Rettberg.

Für den Raschig-Konzern arbeiten zurzeit knapp 500 (Ende 2006: 491) Beschäftigte, davon 380 am Standort Ludwigshafen. Von diesen wiederum sind 20 in der Ausbildung, was -bezogen auf die Stammbelegschaft -einer Quote von 5,6 Prozent entspricht, unterstrich Diehlmann.

 

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