Hinweise zur Verarbeitung
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Verarbeitung von rieselfähigen duroplastischen Formmassen
1. Spritzgießen von Duroplasten
Für die Verarbeitung von rieselfähigen Duroplasten sind alle Standard - Spritzgießmaschinen geeignet, die mit einer Spritzeinheit für Duroplaste ausgerüstet sind. Die Schnecken für Duroplaste haben normalerweise eine Kompression von 1 - 1,2. Das Verhältnis Schneckenlänge (L) zu Schneckendurchmesser (D) liegt im Normalfall bei:
L/D = 15 - 19
2. Preßverarbeitung von Duroplasten
Für die Preßverarbeitung sind prinzipiell alle rieselfähigen duroplastischen Formmassen geeignet. Um jedoch eine wirtschaftliche Verarbeitung zu erzielen, sind solche Formmassen zu verwenden, die hinsichtlich Fließ- und Härtungsverhalten speziell für das Preßverfahren eingestellt wurden.
Die Dosierung der Formmasse in das Werkzeug erfolgt entweder volumetrisch oder gewichtsmäßig. Dabei kann das Material lose und tablettiert mit oder ohne Vorwärmung bzw. vorplastifiziert in das Werkzeug eingebracht werden. Wird das Werkzeug geschlossen, erweicht die Formmasse unter dem Einfluß von Druck und Wärme und füllt die Kavität aus. Nach Ablauf der notwendigen Härtezeit, die von der Wandstärke des Formteils, von der Werkzeugtemperatur, von der Vorbehandlung und Reaktivität der Formmasse abhängt, wird das fertige Formteil entnommen. Je nach Losgröße kann die Preßverarbeitung im Handbetrieb, halb- oder vollautomatisch erfolgen. Mit dem Preßverfahren können vor allem orientierungs- und verzugsarme Formteile hergestellt werden.
Als Preßwerkzeuge werden heute in der Regel sogenannte Tauchkantenwerkzeuge eingesetzt, diese ermöglichen bei optimaler Verdichtung eine sichere maßliche Fertigung von Formteilen. Über die Gestaltung der Werkzeuge und Auswahl der Werkzeugstähle gelten sinngemäß die Aussagen, die bei der Spritzgießverarbeitung bereits getroffen wurden.
3. Verarbeitung von Formmassen der RASCHIG GmbH
Die Parameter zur Verarbeitung von rieselfähigen duroplastischen Formmassen der RASCHIG GmbH im Press- bzw. Spritzgießverfahren sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
Pressen:
| Formmasse |
Ampal
|
Melopas
|
Ralupol
|
Resinol
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| Werkzeugtemperatur |
160-180 °C
|
160-180 °C
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165-180 °C
|
165-180 °C
|
| Forminnendruck |
>= 200 bar
|
>= 200 bar |
>= 200 bar
|
>= 200 bar
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| Härtezeit pro mm |
20 - 50 s
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20 - 50 s
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10 - 35 s
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20 - 50 s
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Spritzgießen:
Formmasse
|
Ampal
|
Melopas
|
Ralupol
|
Resinol
|
Zylindertemperaturen
|
Raumtemperatur
|
Raumtemperatur
|
Raumtemperatur
|
Raumtemperatur
|
Einzugszone
|
20 - 25 °C
|
20 - 25 °C
|
20 - 25 °C
|
20 - 25 °C
|
Zone 1 (Förderzone)
|
50 - 75 °C
|
70 - 90 °C
|
50 - 75 °C
|
50 - 75 °C
|
Zone 2 (Düsenzone)
|
80 - 100 °C
|
90 - 100 °C
|
80 - 100 °C
|
80 - 100 °C
|
| Massetemperatur |
100 - 115 °C
|
100 - 115 °C
|
100 - 115 °C
|
100 - 115 °C
|
Schneckendrehzahl
|
80 - 120 U/min
|
80 - 120 U/min
|
70 - 120 U/min
|
70 - 120 U/min
|
Staudruck
|
8 - 12 bar
|
8 - 12 bar
|
10 - 15 bar
|
5 - 15 bar
|
Nachdruck
|
80 - 100 %
|
60 - 80 %
|
60 - 80 %
|
50 - 70 %
|
Nachdruckzeit
|
10 - 20 s
|
10 - 15 s
|
10 - 20 s
|
2 - 8 s
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Werkzeugtemperatur
|
165 - 180 °C
|
165 - 180 °C
|
165 - 180 °C
|
165 - 180 °C
|
Härtezeit
|
10 - 100 s
|
10 - 100 s
|
10 - 100 s
|
10 - 100 s
|
Bemerkungen: Spritzaggregat nach Ablauf der Nachdruckzeit zurückfahren
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Mundenheimer Str. 100
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Tel: +49 (621) 56 18 - 0
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